Top oder Flop – Meine ersten Gehversuche als Käufer

Veröffentlicht am 3. April 2026 um 18:11

Nachdem die ersten eigenen Verkäufe so reibungslos liefen, war der nächste Schritt eigentlich nur logisch: Ich fing an, selbst LEGO zu kaufen. Dabei lernte ich schnell, dass Glück und Lehrgeld oft nah beieinanderliegen.

Das „Top“-Erlebnis: Das IKEA-Regal voller Wunder

Es gab dieses eine Inserat, bei dem mein Herz schneller schlug: „IKEA-Regal voller LEGO“. Bei der Ersteigerung kletterte der Preis zwar ein gutes Stück über meine eigentliche Schmerzgrenze, aber ich wollte es einfach unbedingt haben.

Als ich das Regal schliesslich abholte und zu Hause vor den Bergen an Steinen stand, war ich erst einmal völlig überwältigt. Wohin damit? Was fange ich mit dieser schieren Menge an? Damals keimten die ersten Ideen: Sortiere ich nach Steintypen? Oder doch nach Farben? Eines wurde mir bei diesem Riesenhaufen aber sofort klar: Die wahren Schätze waren die Minifiguren. Sie waren der Schlüssel zu allem, was noch kommen sollte.

Der „Flop“: Die Sache mit der Polizeistation

Beflügelt von diesem Erfolg, griff ich im Mai direkt beim nächsten Angebot zu: „Viele Legoteile für Polizeistation, Helikopter etc.“. Mein naiver Gedanke: „Cool, das baue ich fix zusammen und verkaufe es als komplettes Set weiter.“

Die Ernüchterung kam erst Wochen später. Es fehlten fast alle Figuren und unzählige Kleinteile. Ein Wiederverkauf als Set? Völlig unmöglich. Ich schaffte es nicht einmal, es vernünftig zusammenzubauen. Das war meine erste harte Lektion in Sachen Vollständigkeit und Detailprüfung.