Die meistgestellte Frage: Der weite Weg vom Dachboden in meine Sortierkiste

Veröffentlicht am 12. April 2026 um 12:54

Woher kommen all die LEGO-Steine?

In meinem Lego-Reich taucht eine Frage immer wieder auf: „Woher hast du das ganze Zeug eigentlich?“ Die Antwort ist simpel, erfordert jedoch eine ordentliche Portion Jagdfieber und viel Geduld.

Das Jagdrevier: Ricardo, Tutti und Sammler

Meine Steine stammen grösstenteils aus privaten Sammlungen. Ich stöbere täglich auf Plattformen wie Ricardo oder Tutti. Dort finde ich Kisten, die jahrelang in Kellern oder auf Dachböden schlummerten. Gelegentlich kaufe ich Bestände von anderen Wiederverkäufern auf, wenn die Konditionen stimmen.

Mein Zielpreis liegt bei etwa CHF 10.00 pro Kilo. Dieser Betrag bildet die Basis für meine Arbeit, die in den eigenen vier Wänden beginnt.

Handarbeit im Wohnzimmer: Das Aussortieren

Der entscheidende Teil meiner Arbeit findet direkt zu Hause in der Wohnung statt. Ich nehme mir jede Lieferung einzeln vor. Die Steine wandern nicht direkt in den Verkauf. Das Aussortieren ist reine Handarbeit.

Ich greife mir jeweils eine kleine Handvoll Steine und kontrolliere jedes Teil einzeln:

  • Der Zustand: Sind die Steine zerkratzt, verbissen oder durch die Sonne verfärbt?
  • Fremdteile: In den Kisten verstecken sich oft Playmobil-Teile, Murmeln, Haargummis oder schlichtweg Schmutz.

Zeit und Fokus

Diese Aufgabe verlangt Konzentration. Je nach Verschmutzung und Menge an Fremdteilen dauert eine einzige Sortier-Session zwischen 1 bis 3 Stunden. Trotz aller Sorgfalt kann es vorkommen, dass Steine anderer Hersteller dazwischen rutschen. Dennoch investiere ich viel Zeit, um am Ende ein möglichst reines Ergebnis zu erzielen.

Fazit

Hinter jedem Kilo Lego in meinem Sortiment steckt eine gezielte Suche und stundenlange manuelle Aufbereitung. Seit April fotografiere ich die Steine nach dem Sortieren in Mengen von etwa 5 bis 7 kg, um sie für den Verkauf vorzubereiten. Anschliessend fülle ich sie in Kisten ab, wo sie bis zu ihrem neuen Einsatz bereitliegen. Der Aufwand lohnt sich, sobald die fertigen Pakete online stehen.

 


 

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